Moray vs. Moray - Zwei Morays im Vergleich

Aktualisiert: 19. Nov 2018


Heute möchte ich zwei Morays miteinander in den Ring steigen lassen und schauen wer sich am besten schlägt. Die Eckdaten der beiden Kontrahenten sind:

Linke Ecke:

Name: Glen Moray 16 Mellowed in Wine Barrels

Alter: 16 Jahre geboren ca. 1985

Gewicht: 5cl

Stärke: 40%

Finish: Chenin Blanc

Rechte Ecke:

Name: Glen Moray 1998 The Whisky Cask

Alter: 18 Jahre geboren 1998

Gewicht: 2cl

Stärke: 56,8%

Lagerung: Bourbon Cask


Zunächst zur linken Ecke:



Geruch:

Es steigt einem ein süßer Geruch in die Nase, helle Früchte, Birnen, Rosinen. Insgesamt alles sehr süß mit Honignoten. Eine wirklich gute Nase im Bereich von 90 Punkten.


Geschmack:

Im Geschmack sind leider kaum Geschmäcker zu bestimmen. der Malt wirkt recht wässrig. Alkohol ist keiner zu spüren. Es ist alles recht süß und schon etwas zu gefällig. (höchstens 75 Punkte)


Abgang:

Im Abgang sind leichte Holzaromen zu finden. Der Abgang ist auch recht lang, süß und wärmend, allerdings fehlt es auch hier an Komplexität, genau wie im Geschmack. (höchstens 75 Punkte)


Fazit:

Leider halten der Geschmack und der Abgang nicht im Ansatz mit dem Geruch mit. Beim ersten Riechen habe ich mich auf einen süßen Malt gefreut und wurde dann leider enttäuscht. (Gesamtpunktzahl wohlwollende 80)


Nun zur rechten Ecke:



Geruch:

Zunächst mal ist die Nase recht alkoholisch und pfeffrig. Es verströmt ein leichter Klebstoffgeruch. Mit der Zeit wird die Nase besser und es kommen Noten von Heu, Malz, Holz und leichter Vanille dazu. (knappe 80 Punkte)


Geschmack:

Der Geschmack ist deutlich kräftiger als bei der linken Ecke. Der Malt ist ölig, pfeffrig und stark. er hat die typischen Bourbon-Noten auch wenn die Vanille eher schwach bemerkbar ist. Mit etwas Wasser wird der Malt süßer und vanilliger. (joa 85 Punkte)


Abgang:

Der Abgang ist wärmend und es prickelt etwas hinten auf der Zunge. Bitterkeit entsteht keine. Es schmeckt nach Holz und Malz. Auch hier macht etwas Wasser die Angelegenheit süßer und besser. (recht gut 85 Punkte)


Fazit:

Wer einen typischen Single Malt aus einem Bourbonfass sucht, der ist hier gut bedient. Ich muss aber auch sagen, dass ich nichts an diesem Malt "outstanding" fand. Ich müsste ihn also nicht nochmal im Glas haben.


Insgesamt haben mich beide Abfüllungen nicht überzeugen können. Nach punkten hat die rechte Ecke knapp gewonnen. Die Originalabfüllung von Glen Moray verspricht in der Nase fiel, kann das dann aber nicht halten. Der Glen Moray von The Whisky Cask ist gut gemacht, aber eben nichts besonderes.

Danke fürs Lesen

Malthead

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